Das meistgelernte Fach, am wenigsten vorbereitet
Wortschatz lernen heisst nicht, eine Spalte Wörter durchzulesen. Es heisst, sich zu testen: eine Seite abdecken, die andere wiederfinden, das wiederholen, was nicht sitzt. Das wissen alle. Kaum jemand stellt die Karten her, denn dafür müsste man sechzig Wörter abtippen, die man schon vor sich hat, in einem Werkzeug, in dem man sonst nicht arbeitet. Wer drei Klassen vorbereitet, macht das nicht zwei Wochen hintereinander.
Der Inhalt existiert ja schon: im Lehrmittel, im Glossar, in der Datei, die du verteilst. Was fehlte, war keine pädagogische Idee und kein Fragetyp, sondern die Eingabe.
Du fügst ein, die Tabelle füllt sich
Im Kwiiz-Editor gibt es neben der Karte «Zuordnen» die Karte Wortschatz. Sie öffnet ein Fenster mit zwei Hälften: links deine Liste, rechts das Ergebnis. Du fügst zum Beispiel das hier ein, aus einer Datei, einer Tabelle oder einem PDF:
der Stundenplan - the timetable
das Gespräch - the conversation
der Fehler - the mistake, the error
durcheinander - messy, in a mess
Die Tabelle füllt sich, während du einfügst. Sechs Trennzeichen werden erkannt: der Tabulator (ein Copy-paste aus einer Tabellenkalkulation funktioniert also direkt), der Pfeil →, das Gleichheitszeichen, der Doppelpunkt, das Semikolon und der Bindestrich mit Leerzeichen davor und danach.
Zwei Zeichen sind bewusst ausgeschlossen:
- Das Komma trennt nie. «der Fehler - the mistake, the error» ist eine korrekte Übersetzung: Ein Wort hat oft zwei Entsprechungen, getrennt durch ein Komma. Würde das Komma trennen, gingen die halben Listen still kaputt.
- Ein Bindestrich ohne Leerzeichen auch nicht. Sonst würde «porte-monnaie» zu zwei Wörtern und «Baden-Baden» zu einem Paar.
Eine Zeile, die sich nicht trennen lässt, wird nie still verworfen: Sie bleibt an ihrem Platz, gelb markiert, mit dem Hinweis, dass kein Trennzeichen gefunden wurde. Und ein Knopf ⇄ tauscht die beiden Spalten, falls die Liste andersherum eingefügt wurde.
Warum es keinen Fragetyp «Wortschatz» gibt
Eine Liste erzeugt gewöhnliche Fragen «Zuordnen», in Paketen zu sechs Paaren. Der Grund ist eine Rechnung: Eine Zuordnungsfrage enthält sechs Paare, eine Frage mit Texteingabe nur eines. In einem Gratis-Kwiiz mit zehn Fragen sind das 60 Wörter statt 10, ohne etwas zu bezahlen.
Und weil «Zuordnen» schon überall funktioniert, erbt deine Liste alles, was Kwiiz kann: Sie lässt sich in der Klasse spielen, als Hausaufgabe geben, als Karteikarten lernen und ausdrucken. Dabei entsteht nie ein einzelnes verwaistes Paar: Sieben Paare ergeben nicht «sechs plus eins», sondern vier und drei.
In Flash Kwiiz wird jedes Paar zu einer Karte
Ein Kwiiz ist auch ein Stapel Karteikarten: der Modus Flash Kwiiz. Eine Vokabelliste wird dort genau das, was SuS schon immer brauchten: eine Karte pro Wort. Vorderseite das Wort, Rückseite die Übersetzung. Umdrehen, dann «Weiss ich» oder «Nochmals», und was noch nicht sitzt, kommt in der nächsten Runde wieder, bis alles gelernt ist.
- Kein Knopf «Auswahl anzeigen». Bei Wortschatzkarten wären die Auswahlmöglichkeiten die Antwort selbst.
- Keine erfundene Anweisung. Die Karte trägt deine Anweisung, wenn du eine geschrieben hast, sonst nichts.
- Beide Seiten gleich gebaut. Die Antwort steht an derselben Stelle und in derselben Grösse wie die Frage. Eine Karte, ein Wort, keine Dekoration.
- Vorgelesen. Die Karten lassen sich anhören, in der richtigen Sprache für jede Seite.
Neu: Wörter schreiben, nicht nur erkennen
Zuordnen heisst wiedererkennen. Im Test müssen die SuS das Wort aber schreiben, mit Artikel und richtiger Schreibweise. Darum gibt es beim Starten einer Session oder einer Hausaufgabe mit einem Wortschatz-Kwiiz den Schreibmodus:
- Übersetzung: Die SuS sehen das Wort der linken Spalte und schreiben die Übersetzung.
- Diktat: Sie hören das Wort und schreiben es. Die Stimme wird auf unserem Server in der Schweiz erzeugt, für Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch, und lässt sich beliebig oft anhören. Die Bedeutung erscheint erst in der Lösung, damit man wirklich zuhört und nicht aus der Liste übersetzt.
Die Schreibweise wird genau geprüft. Ein Punkt am Ende oder ein Grossbuchstabe am Anfang, den das Handy automatisch setzt, zählt nicht als Fehler; die SuS sehen dann trotzdem die korrekte Schreibweise. Für eine Liste mit Fremdsprache rechts heisst das: links steht, was man kennt, rechts, was man lernt.
Und auf Papier: der Wörtertest
Als PDF oder Word ausgedruckt, wird dieselbe Liste nicht zu einer Zuordnungsübung, sondern zum Wörtertest, den du schon immer verteilst: das Wort links, eine leere Linie rechts. Die Lösung hat genau dasselbe Layout, mit der Antwort auf der Linie: Du korrigierst durch Auflegen, ohne zu suchen.
Eine einmal eingefügte Liste ergibt also drei Dinge: Karteikarten zum Lernen, ein Kwiiz für die Klasse und das Blatt für den Test.
Was wir bewusst nicht gemacht haben
- Keine Erklärung unter einer Wortschatzkarte. Eine Übersetzung erklärt man nicht, man merkt sie sich.
- Kein stilles Abschneiden. Ein Eintrag, der für eine Handykarte zu lang ist, wird gemeldet, nie mitten im Wort gekürzt.
- Keine uferlosen Listen. Über 120 Paaren wird der Rest nicht erstellt, und das steht vor dem Klick da, mit der genauen Zahl. Ein Kwiiz mit fünfzig Fragen ist als Karteikarten perfekt, aber in der Klasse unspielbar; lieber zwei Kwiiz.
Warum es funktioniert
- Abrufen. Ein Wort zuerst selbst wiederfinden festigt es viel mehr als erneutes Lesen: der Testeffekt, und eine Karte erzwingt genau das.
- Verteiltes Wiederholen. Eine verpasste Karte kommt später in der Runde wieder, dann beim nächsten Lernen. Das ist die am besten belegte Strategie zum Einprägen, und Wortschatz ist genau das Fach, wo sie am meisten bringt.
- Eins nach dem anderen. Ein Wort, eine Karte, keine Dekoration: Die Aufmerksamkeit bleibt ganz beim Merken.
Konkret, deine Woche
Du öffnest den Editor, fügst die Liste der aktuellen Einheit ein und hast in einer Minute ein Kwiiz. In der Klasse startest du es wie jedes andere, um zu sehen, wo die Gruppe steht, zum Beispiel im Schreibmodus als Diktat. Für zu Hause gibst du es als Lern-Hausaufgabe, und danach siehst du, wer gelernt hat, in wie vielen Runden und welche Wörter der ganzen Klasse Mühe machen. Nie eine Note: Ein Wort noch nicht zu können, ist kein Fehler, sondern der normale Zustand beim Lernen.
Die SuS müssen nichts installieren und kein Konto anlegen. Ein Link, ihre Karten, ihr Handy.
Vokabelliste: im Kwiiz-Editor bei der Karte «Wortschatz». Sechs Paare pro Frage, bis 120 Paare pro Kwiiz. Karteikarten (Flash Kwiiz) und Hausaufgaben gehören zu Kwiiz Pro; drei Karten jedes Kwiiz lassen sich ohne Konto ausprobieren. Der Schreibmodus steht für Sessions und Hausaufgaben mit Wortschatz-Kwiiz zur Verfügung.