Die Expedition, sofort
Am 29. November 2026 wird über vier Vorlagen abgestimmt: die Zusatzfinanzierung der AHV, die Feuerwerksinitiative, die Initiative zur Besteuerung von Ehepaaren und die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes. Alle vier sind in einer Expedition vereint: die vier Kwiiz hintereinander, die deine SuS mit einem einzigen Code machen, wann sie wollen, in den Wochen vor der Abstimmung. Du siehst, wer wo steht, Vorlage für Vorlage.
Die Reihenfolge ist die des Abstimmungsbüchleins. Das ist kein Detail: Würden wir selbst bestimmen, welche Vorlage zuerst kommt, wäre das schon eine Wahl. In der Expedition ist der erste Planet geschenkt, der Rest gehört zu Kwiiz Pro.
Die vier Kwiiz, einzeln
Jede Vorlage hat auch ihr eigenes Kwiiz, kostenlos und ohne Konto spielbar, einzeln am Ende einer Lektion:
Alle vier sind auf Gymnasium und Berufsfachschule abgestimmt und mit den Zielen zu Recht, Schweizer Institutionen und der Unterscheidung von Fakten und Meinungen verknüpft. Öffne die Seite eines Kwiiz, um die Beschreibung zu lesen, das Lehrplanziel zu sehen und es zu starten.
Was diese Kwiiz nicht tun. Sie sagen nicht, wie man abstimmen soll, und bewerten niemanden für eine Meinung. Sie üben eine einzige Sache: eine überprüfbare Tatsache vom Argument eines Lagers zu unterscheiden.
Vier Vorlagen, vier verschiedene Ausgangslagen
Die Regeln sind die vom September: eine einzige Quelle, die Erläuterungen des Bundesrates; keine Meinung als Richtig/Falsch; jedes Argument seinem Lager zugeordnet; die Empfehlung des Bundesrates als Tatsache, die man kennen soll, nie als richtige Antwort. Neu ist, dass die vier Vorlagen nicht gleich aufgebaut sind.
- Die AHV-Vorlage hat kein Gegenkomitee. Es ist ein obligatorisches Referendum: Der Mehrwertsteuersatz steht in der Verfassung, also stimmen Volk und Stände von Amtes wegen ab. Das Abstimmungsbüchlein enthält keine von einem Komitee unterzeichneten Argumente, nur eine Zusammenfassung der Position der Minderheit des Parlaments. Das Kwiiz stellt deshalb diese Minderheit und die Behörden einander gegenüber und sagt es in seiner Beschreibung, statt ein Lager zu erfinden, das nichts geschrieben hat.
- Feuerwerk und Ehepaare sind Volksinitiativen. Initiativkomitee und Bundesrat haben je ihre eigenen Seiten, auf gleich viel Platz.
- Das Kriegsmaterialgesetz ist ein fakultatives Referendum. Ein Referendumskomitee bekämpft ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz. Ein Gesetz braucht nur das Volksmehr, nicht das Ständemehr: Eine Frage des Kwiiz geht genau darauf ein.
Dieselbe Prüfung wie im September
Jedes Kwiiz geht zuerst an einen blinden Detektor, der nur das Quiz sieht und sagen muss, welche Stimme es nahelegt, dann an zwei Anwälte, einen pro Lager, die das Abstimmungsbüchlein haben und alles suchen, was ihrem Lager schadet. Vorher haben wir geprüft, ob der Detektor eine absichtlich eingebaute Schlagseite noch erkennt: Eine bewusst einseitige Fassung eines Kwiiz erhielt 85 von 100, die veröffentlichten Fassungen zwischen 15 und 25.
Die deutschen Fassungen sind keine blossen Übersetzungen: Sie wurden auf Treue zur Quelle und auf Neutralität erneut gelesen. Dabei fiel etwas Kleines auf, das viel ausmacht: Schwache Konjunktiv-II-Formen lasen sich auf einer Seite eines Zuordnungsspiels wie ein Präteritum und auf der anderen nicht. Wir haben sie vereinheitlicht.
Was uns diese Prüfung diesmal gelehrt hat
Zwei Kwiiz waren nach wenigen Runden fertig. Die beiden anderen, Ehepaare und Kriegsmaterial, brauchten elf und vierzehn Durchgänge, und dort haben wir am meisten gelernt.
- Eine Korrektur zieht die nächste nach sich. Eine Tatsache, die ein Lager verlangt, wird sofort vom anderen als Stütze zu viel gemeldet. Bei den Ehepaaren verlangte der Anwalt des Komitees, einen Zahlenvergleich zu streichen, und zwei Durchgänge später, ihn wieder einzufügen. Am Ende haben wir nur korrigiert, worin sich beide Anwälte einig waren, und jedem Lager eine Tatsache aus dem Büchlein gegeben, nie zwei.
- Eine Faktenfrage kann einem Lager helfen, ohne ihm etwas zuzuschreiben. Fragen zu Kosten oder zu den Schutzklauseln eines Gesetzes zitieren den neutralen Teil des Büchleins und stützen trotzdem die Erzählung eines einzigen Lagers, wenn man die Fakten nicht sorgfältig auswählt. Der blinde Detektor hat das mehrmals gesehen, wo die beiden Anwälte nichts sahen.
- Die Reihenfolge der Fragen zählt. Ein Kwiiz, das mit drei Fragen zugunsten desselben Lagers endet, hinterlässt einen Eindruck, auch wenn jede Frage stimmt. Das Kwiiz zu den Ehepaaren wurde so umgestellt, dass sich die Argumente abwechseln.
- Ein « tatsächlich » genügt. Eine Erklärung schrieb, die Ukraine gehöre « tatsächlich nicht » zu den Partnerstaaten. Dieses Wort bestätigte die These eines Lagers mit der Stimme des Kwiiz selbst. Die Tatsache blieb, das Wort ging.
Was wir nicht gelöst haben
Das Kwiiz zum Kriegsmaterial behält beim blinden Detektor ein leichtes Signal: 20 von 100, unter unserer Schwelle von 30. Es stammt von den Schutzklauseln des Gesetzes, die das Büchlein in seinem neutralen Teil beschreibt. Sie zu streichen hätte den Detektor beruhigt, aber Tatsachen entfernt, die man zum Abstimmen kennen muss. Wir haben sie behalten und schreiben es lieber hier hin.
Auch das Messinstrument hat seine eigene Streuung. Derselbe Anwalt fand beim selben Text je nach Durchgang null, einen oder zwei schwere Einwände. Ein Neutralitätsurteil ist also kein Zertifikat, sondern eine Messung mit ihrem Rauschen. Wir haben jedes Kwiiz erst festgehalten, als Detektor und beide Anwälte bei derselben Fassung übereinstimmten.
Im Unterricht
Diese Kwiiz setzen voraus, dass das Abstimmungsbüchlein vorher besprochen wurde. Kalt gespielt, verpuffen sie: Wer nichts gelesen hat, rät. Nach einer Einführung zeigen sie, was hängen geblieben ist, und vor allem, was man für eine Tatsache hielt, obwohl es ein Argument war.
Vier Vorlagen sind viel für eine Lektion. Eine Vorlage pro Lektion, mit ihrem Kwiiz am Ende der Stunde, lässt Zeit, das Büchlein gemeinsam zu lesen. Genau dafür ist die Expedition da: Sie wartet von einer Lektion zur nächsten auf deine SuS.
Einzige Quelle: « Volksabstimmung vom 29. November 2026, Erläuterungen des Bundesrates », Bundeskanzlei, Redaktionsschluss 26. August 2026. Verfahrensfragen ausserhalb des Büchleins wurden an der Bundesverfassung geprüft (Art. 140 und 142). Die vier Kwiiz wurden vor der Veröffentlichung gelesen und freigegeben, wie alle Kwiiz der Bibliothek.







